Schlafen in der Antike auf Wasserbetten
Im alten Ägypten wurden hochbeinige Bettgestelle verwendet. Diese kunstvoll verzierten Liegen waren so hoch, dass sie mit Hilfe einer kleinen Trittleiter bestiegen werden mussten. Diese Betten waren mit bequemen Polstern belegt. Ein Mückennetz schütze vor den kleinen Plagegeistern. Nomadenstämme verwendeten schon eine einfache Form von Wasserbetten. Praktischerweise wurden die Wassersäcke die auf den Transporttieren als Proviant mitgeführt wurden in der Nacht als Schlafstätten verwendet. Sie boten bequemen Liegekomfort. Da sie sich in der täglichen Sonnenhitze erwärmt hatten gaben sie in der Nacht diese gespeicherte Wärme wieder ab. So waren die Schlafstätten der kalten Wüstennächte kuschelig warm. Im Verlauf der Reise wurde der Wasserstand zwar immer niedriger und damit das Lager unbequemer, aber diese Methode versprach zumindest einige bequeme Nächte.
Bis zur serienreifen Weiterentwicklung moderner Wasserbetten sollten aber noch einige Jahrhunderte vergehen.
Auch die Betten der römischen gehobenen Gesellschaftsschicht waren ähnlich wie die der Ägypter konstruiert. Das Bettgestell wurde aus Bronze oder aus Holz gefertigt und kunstvoll mit Elfenbein oder Metall dekoriert. Es wurden Matratzen verwendet, die mit Federn, Wolle, Heu oder Schilf gefüllt wurden. Über diese Matratze wurden Decken ausgebreitet, welche aus edlen Materialien bestanden und mit aufwändigen Stickereien bedeckt waren. Um die Bequemlichkeit zu erhöhen wurden auch schon kleine Kissen speziell für den Kopf des Schläfers verwendet. Die Römer verwendeten unterschiedliche Arten von Betten, die jeweils einem anderen Gebrauch zugeordnet waren. So gab es spezielle Schlafstätten, Betten für Ehepaare und Krankenbetten. Ein Ruhebett diente vor allem der Meditation, zum Lesen oder Schreiben. Die Essgewohnheiten der Römer benötigten eine separate Speiseliege. Selbst die Toten hatten ein spezielles Bett, auf dem sie prunkvoll bis zur Bestattung aufgebahrt wurden.
Sandra Müller
vz(at)hub-eisenach.de
Artikel geschrieben von Daniel KepplerEinen Kommentar schreiben
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